Detailbild Pfingsten

Pfingsten - Fest der Einheit und Verständigung

verfasst am 24.05.2026

In Apostelgeschichte 2, 1-4 wird ein erstaunliches Ereignis beschrieben:

Als das Pfingstfest kam, waren wieder alle, die zu Jesus hielten, versammelt. Plötzlich gab es ein mächtiges Rauschen, wie wenn ein Sturm vom Himmel herabweht. Das Rauschen erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Dann sahen sie etwas wie Feuer, das sich zerteilte, und auf jeden ließ sich eine Flammenzunge nieder. Alle wurden vom Geist Gottes erfüllt und begannen in anderen Sprachen zu reden, jeder und jede, wie es ihnen der Geist Gottes eingab. (Gute Nachricht Bibel 2018)

Die Jünger Jesu waren unsicher und ängstlich. Doch als der Heilige Geist auf sie herabkam, wurden sie mutig und begannen in verschiedenen Sprachen als Apostel die Botschaft von Jesu zu verkünden. Menschen aus verschiedenen Nationen verstanden sich: Worte und Ideen konnten fließen und die Menschen hörten sich einander wirklich zu. Das unmögliche wurde möglich: Durch Verständigung und Mut wurden Brücken zwischen Menschen und Nationen gebaut. Die Geburtsstunde der Kirche schlug.

Pfingsten erinnert uns daran, dass Verständigung dort beginnt, wo es zuerst unmöglich scheint. Ein Funke reicht aus, um Grenzen aufzulösen und Menschen zu verbinden.

Lars Rohwer
Nowak Lars Rohwer 10
Bischoefin Fehrs c Marcelo Hernandez

Mut und Verständigung können Menschen verbinden und Grenzen aufheben

Bischöfin Kirsten Fehrs, Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche Deutschlands, fasst die Bedeutung dieses Festtages gut zusammen: "Pfingsten beginnt genau da, wo Menschen einander nicht mehr verstehen - und plötzlich ein Wunder passiert. Der Geistwind weht und wirbelt und mischt die Welt auf. Universal lösen sich die Grenzen zwischen Ländern und Menschen buchstäblich in Luft auf. Völkerverständigung in Windeseile"

Verständigung kann auch dort entstehen, wo sie unmöglich erscheint

Pfingsten ist nicht nur ein Symbol oder ein Event im Jahreskreis der christlichen Festtage. Das Pfingstwunder ist weit mehr als eine Geschichte aus der Vergangenheit. Es ist eine Erinnerung daran, dass Verständigung dort beginnt, wo wir zunächst nicht mehr weiterkommen. Pfingsten zeigt uns, dass

  • Verständigung nicht nur über Sprache, sondern über Herz und Geist geschieht. Eine "Flammenzunge", ein Funke der Inspiration oder des Mitgefühls reicht aus, um Vorurteile und Missverständnisse auszuräumen.
  • Wir einander offen und aktiv zuhören müssen, um uns gegenseitig zu verstehen. Selbst wenn die Unterschiede zwischen uns groß sind, muss Vielfalt keine Trennung sein. Wenn wir versuchen, einander wirklich zu verstehen, werden wir Gemeinsamkeiten finden. Anstatt nebeneinander zu reden, werden wir dann auch in Unterschieden Bereicherung und Stärke finden.

In der Pfingstbotschaft steckt eine wichtige Erinnerung an uns selbst und unseren Umgang miteinander. Durch empathisches, aktives Zuhören und Verstehen, kann genau dort Austausch und Zusammenhalt entstehen, wo vorher nur Stillstand war.



In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Pfingstfest!

Ihr Lars Rohwer