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Clubkultur in Briesnitz, Mikroalgen im Dresdner Norden und Lesestark im Albertinum

verfasst am 05.06.2026
Beatpol 2

Beatpol: Herz der Dresdner Live-Musik schlägt in Briesnitz

Als Jugendlicher stand ich selbst hier im Publikum und auch heute begeistert mich der beatpol. Der legendäre Saal im Dresdner Westen hat sich vom starclub zum festen Anlaufpunkt für internationale Rock- und Indie-Kultur entwickelt. Hier spielten Legenden wie Neurosis und The Dresden Dolls. Bekannte Künstler setzten den "Beatpol" oft als einzigen Stopp in Ostdeutschland auf ihre Tourneeliste der Metropolen. Newcomer spielen neben etablierten Acts, klug kuratiert und immer nah am Publikum. Immer ich einzigartig ist die Atmosphäre im beatpol. Der Saal im ersten Stock mit edler Stuckdecke, roten Säulen und Wänden voller Plakate aus starclub-Zeiten war für mich wie eine Reise in meine eigene Vergangenheit. Die familiäre und freundschaftliche Atmosphäre strahlt der Club auch heute noch aus.

Anlass meines Besuchs im beatpol war die Zusage des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, über die aktuelle Förderrunde des Festivalförderfonds. Neben dem MusicMatch Festival des scheune e.V. in der Dresdner Neustadt erhielt im Wahlkreis 159 auch das Polimagie Festival 2026 von beatpol die Zusage für eine Bundesförderung.

HTW 1

Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden

Ein Schwerpunkt meines Austauschs mit dem Rektor der HTW Dresden, Professor Gestring, war die Frage, welche Auswirkungen bundespolitische Entscheidungen auf die Hochschullandschaft haben. Dabei wurde deutlich, wie wichtig verlässliche Rahmenbedingungen für eine langfristige Entwicklung und strategische Weiterentwicklung unserer Hochschulen sind: Die HTW richtet ihre Studieninhalte zunehmend auf die Anforderungen der stark wachsenden Halbleiterindustrie im Dresdner Norden aus. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag, um den steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften einer Schlüsselbranche zu decken. In dem Zusammenhang ist ein Auslandsaufenthalt mehrerer Studierender in Taiwan geplant. Angesichts der weltweit führenden Rolle Taiwans in der Halbleiterindustrie eröffnet dies den Studierenden wertvolle Einblicke in internationale Produktions- und Innovationsprozesse.

Ein besonders spannendes Vorhaben ist das geplante "Energiehaus". In diesem praxisnahen Lehr- und Demonstrationsprojekt sollen verschiedene Energielösungen von der Erzeugung bis hin zu modernen Speichertechnologien in einem Gebäude anschaulich dargestellt werden. Theorie und Praxis werden so auf innovative Weise miteinander verbunden.

Wer über Fachkräftesicherung und Innovationskraft spricht, muss auch über Hochschulen sprechen. Sie sind ein zentraler Motor für Fortschritt, wirtschaftliche Entwicklung und die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.

Lars Rohwer
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Villa Wigman

Villa Wigman

Schicht für Schicht wird die Villa Wigman als tanzhistorisch wichtiger Ort an der Bautzner Straße 107, gegründet von Mary Wigman, freigelegt und neugestaltet. Das Haus ist dank der Vereinsarbeit des Villa Wigman für Tanz e. V. und unheimlich viel persönlichem Einsatz heute schon ein innovatives Produktionszentrum. Seit meinem letzten Besuch 2022 hat sich bautechnisch so viel Gutes entwickelt: neue strahlende Räumlichkeiten, außergewöhnliche Architektur im Denkmal und großartige bautechnische Lösungen. Gern unterstütze ich weiterhin mit Rat und Tat.

Puevit Algenwerk

Biotechnologie in Dresden, Puevit GmbH - Algenwerk

Spirulina ist eine Mikroalge oder auch Blaualge. Blaualge deshalb, weil sie verschiedene Farbstoffe enthält, u. a. den blauen Farbstoff Phycocyanin. Gemeinsam mit dem ebenfalls enthaltenen grünen Farbstoff Chlorophyll entsteht eine blau-grüne Färbung. Herr Mühlstädt (CTO) nahm mich mit in die Herzkammer der Herstellung im Algenwerk und verwies auf die vielseitigen Anwendungen der angebauten Alge in der Nahrungsmittel- und Kosmetikbranche als auch ergänzend in der Landwirtschaft. Vielen Dank für den Einblick und den überspringenden Enthusiasmus wie auch lebendigen Unternehmergeist - zu finden im Dresdner Norden bei Puevit!

2026 06 04 Lesestark Staedtische Bibliotheken Albertinum Dresden 4

Lesestark im Albertinum

Das Leseförderprogramm "Lesestark! Dresden blättert die Welt auf" der Städtischen Bibliotheken Dresden begeistert seit 2008 jährlich rund 5.000 Kinder in Kitas und Grundschulen. Ehrenamtliche Vorleser und Vorleserinnen bringen den Kleinen einmal im Monat die Welt der Bücher näher. Am Ende jedes Vorlesejahres finden verschiedene Abschlussveranstaltung statt. Während die Kindergartenkinder in ihrer Stadtteilbibliothek an einem Lesefest teilnehmen, besuchen die Erstklässler eine Lesesafari im Zoo. Die am Leseprogramm teilnehmenden 2. Klassen werden ins Albertinum eingeladen. Unter dem Motto "Ich sehe was, was du nicht siehst!" erleben die Kinder wie Kunst, Theater und Literatur miteinander verbunden sind.

Dieses Jahr hatte ich die Ehre als Vorstandsvorsitzender des Sächsischen Bibliotheksverbandes an der Vorleseveranstaltung im Albertinum teilzunehmen und mich damit in die Reihe von Vorlesern wie Barbara Klepsch und Alexander Dierks einzufügen! Vor dem beeindruckenden und farbintensiven Bild "Kleine Stadt" von Carl Lohse (1920) durfte ich das wunderbare Buch "Stadtbär" von Katja Gehrmann vorlesen. Es war ein unvergessliches Erlebnis, gemeinsam mit den Kindern die Verbindung zwischen dem Bild von Carl Lohse und "Stadtbär" zu erkunden!

Bildrechte: Städtische Bibliotheken Dresden

Energetische Innovationen der FASA AG in Chemnitz

Bei meinem Besuch bei der FASA AG in Chemnitz konnte ich mich vor Ort über innovative und nachhaltige Ansätze im Bereich der Energieversorgung von Gebäuden informieren. Im Austausch mit den Verantwortlichen wurde deutlich, welches Potenzial insbesondere die Solarthermie für die Wärmewende bietet. Mich hat beeindruckt, dass mit moderner Solarthermie-Technologie bis zu 80 Prozent des Energiebedarfs eines Einfamilienhauses gedeckt werden kann. Auch für Gebäude unter Denkmalschutz gibt es praktikable Lösungen: Selbst, wenn eine Integration in die Fassade nicht möglich ist, können noch 30 bis 40 Prozent des Energiebedarfs durch entsprechende Systeme abgedeckt werden. Zudem informierte ich mich darüber, wie Warmwasserspeicher intelligent mit Strom aus Photovoltaikanlagen versorgt werden können. Durch die Kombination verschiedener erneuerbarer Energietechnologien entstehen effiziente und wirtschaftlich-nachhaltige Lösungen für private Haushalte.

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Im DRK-Krankenhaus Chemnitz-Rabenau mit meiner CDU-Fraktionskollegin Nora Seitz

Gemeinsam mit meiner CDU-Fraktionskollegin im Gesundheitsausschuss des Bundestages, Nora Seitz habe ich das DRK Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein besucht. Im Gespräch mit der Geschäftsführung sowie den leitenden Ärzten konnten wir uns umfassend über die Entwicklung des Hauses und die aktuellen Herausforderungen im Gesundheitswesen austauschen.

Ein zentrales Thema war die geplante Reform der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und die damit verbundenen Sparmaßnahmen der Bundesregierung. Seitens des Krankenhauses wurde deutlich gemacht, dass zusätzliche Einsparungen und daraus resultierende Einnahmeverluste die wirtschaftliche Situation vieler Kliniken weiter verschärfen könnten. Diese Sorgen und Bedenken nehmen wir sehr ernst.

Besonders beeindruckt hat mich zudem der Einblick in die Arbeit der Palliativmedizin. Hier geht es nicht nur um medizinische Versorgung, sondern vor allem darum, Menschen in einer schwierigen Lebensphase zu begleiten und ihnen Lebensqualität zu erhalten. Viele Menschen haben Angst vor Schmerzen im Alter oder vor schwerem Leiden am Lebensende. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten hier einen wichtigen Beitrag, indem sie Ängste nehmen und Betroffenen sowie ihren Angehörigen Unterstützung und Sicherheit geben.

Ein weiteres Gesprächsthema war die generalistische Pflegeausbildung, die die bisher getrennten Bereiche Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege zusammenführt. Die Einführung wurde anfangs vielerorts kritisch gesehen und war mit Herausforderungen verbunden. Nach Einschätzung der Verantwortlichen des DRK-Krankenhauses in Chemnitz-Rabenstein hat sich das Modell inzwischen jedoch weitgehend etabliert und bewährt. Handlungsbedarf besteht weiterhin insbesondere im Bereich der Kinderpflege. Gerade auf Intensivstationen und in spezialisierten Bereichen zeigen sich Grenzen der Ausbildung, die nicht ausreichend auf die besonderen Bedürfnisse und Anforderungen der Versorgung von Kindern eingeht.